HMV PG13
Beschreibung der Produktart
Weitere Hinweise zu den Anforderungen an Hörgeräte finden sich in den Qualitätsstandards. Dort sind die medizinischen und allgemeinen technischen Anforderungen beschrieben.
Untergruppe 1 : Einkanalige Hdo und Ido
Kommentare :
Einkanalige Verstärkertechnik hat zur folge, dass besonders die dynamikbeeinflussenden und Maßnahmen nur über den gesamten Frequenzgang des Hörgerätes erfolgen. Frequenzabhängige Dynamikeinstellung und frequenzabhängige Ausgangsschalldruckbegrenzung ist mit einkanaligen Geräten nicht möglich.
Sie auch : technischer Bericht zu Mehrkanalgeräten
Es muss hier eindeutig unterschieden werden zwischen
analoger Signalverarbeitung
digitaler Signalverarbeitung
und
mechanischer (analoger) Einstellung der Funktionselemente
digitaler Steuerung des analogen Signalweges
Siehe auch : technischer Bericht : Analoge und digitale Hörgeräte
Für diese Schaltung, so sie denn vorhanden ist gibt es in der PG13 keine Qualitätsanforderungen. Aufgrund der steilen Verständnisfunktion der Sprache im Sprachaudiogramm ist es jedoch notwendig, dass die Veränderungen von Ausgangsschalldruck und Verstärkung über den Betriebsbereich der Energiequelle des Hörgerätes möglichst gering ist
Siehe auch : technischer Bericht : Spannungsstabilität von Hörgeräten
Eine Lautstärkenreglung muss gerade bei Geräten der Untergruppe 1 vorhanden sein, da es sich hier um rein lineare Hörgeräte handelt. Da bei dem Hörgeschädigten in jedem Fall eine eingeschränkte Dynamik vorhanden ist und es sich nahezu nur um sensorineurale Schwerhörigkeiten, insbesondere die Presbyakusis, handelt, muss eine Einstellung der Verstärkung vorhanden sein. Bei Geräten der Untergruppe 1 ist grundsätzlich keine automatische Lautstärkenreglung vorhanden, so dass diese Geräte immer ein Poti haben müssen.
Siehe auch : Qualitätsstandards Unterguppe 1
Ton- (Klangblende), soweit vom Hersteller begründet überflüssig
Es muss bei einkanaligen Geräten grundsätzlich ein Hoch- oder Tiefpass n.ter Ordnung vorhanden sein, der vom Akustiker einstellbar den Frequenzgang an den individuellen Hörverlust angleichen lässt. Es muss also eine Einstellmöglichkeit vorhanden sein, die im Rahmen der Nachversorgung den frequenzgang des Hörgerätes verändern lässt.
Die Forderung der Veränderbarkeit des Frequenzganges zur qualifizierten Nachsorge durch den Hörgeräteakustiker schließt Dämpfungselemente und Spezialwinkel als alleinige Methode der Frequenzanpassung aus. Als zusätzliche Mittel der Hörgeräteanpassung sind diese mechanischen Mittel der Beeinflussung der akustischen Kenndaten jedoch unverzichtbar.
PC, soweit nicht konstruktionsbedingt überflüssig
Der maximale Ausgangsschalldruckpegel des Hörgerätes muss einstellbar sein um das Restgehör vor weiteren Schädigungen zu schützen. Es muss also eine Einstellmöglichkeit vorhanden sein, die auch im Wege der Nachversorgung den max. Ausgangsschalldruck verändern lässt.
Die Forderung nach einer individuell einstellbaren Ausgangsschalldruckbegrenzung zur qualifizierten Nachsorge durch den Hörgeräteakustiker schließt mechanische Dämpfungsmittel und Spezialwinkel für Hdos aus. Als zusätzliche Mittel der Hörgeräteanpassung sind diese mechanischen Mittel der Beeinflussung der akustischen Kenndaten jedoch unverzichtbar.
Die Bauartprüfung sichert eine gleichmäßige akustische Qualität der Hörgeräte. Grundlage dieser Qualitätssicherung sind die Bestimmungen zur Bauartprüfung von Hörgeräten der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB).
Das DHI ist ein akkreditiertes Prüflabor, das zur Durchführung diese Bauartprüfung berechtigt ist.Siehe auch : Bauartprüfung
Fazit
Geräte der Untergruppe 1 benötigen mindest :
1 Poti
1 einstellbares Funktionselement für die Veränderung des Frequenzganges
1 einstellbares Funktionselement zur Veränderung des maximalen AusgangsschalldruckesWeitere wichtige Hinweise :
Qualitätsstandards der Untergruppe 1