Vortrag: Testsignale zur Messung
und Einstellung komplexer Hörgeräte
               


 

 

Die guten alten Zeiten sind zu Ende. Es genügt nicht mehr, das Hörgerät in die Messbox zu packen, auf "Start" oder "Sweep" zu drücken und schon erhält man eine Wiedergabekurve. Die Zeiten des simplen Sinus gehen zu Ende. Moderne Hörgeräte haben eine komplexe Signalverarbeitung da sie die Defizite des pathologischen Gehörs ausgleichen müssen. Die Übertragungsalgorithmen dieser Geräte sind nicht mehr streng linear, somit ist auch die Messung des Übertragungsverhaltens nicht mehr einfach, die Regeln der jetzt geltenden Normen genügen nicht mehr um die Eigenschaften zu beschreiben.

 

Grundsätzlich sollen Messungen an Hörgeräten Eigenschaften beschreiben, die für die Anpassung relevant sind. Daher soll zunächst dieser Aspekt beleuchtet werden. Es werden dann die möglichen Signale beschrieben, die heute auch außerhalb des Normenbereiches verwendet wird. Dann wird ein Signal, der Chirp, beschrieben, dass in der Radartechnik schon seit Jahrzehnten verwendet wird und das auch in der ERA mit Erfolg genutzt wird. Beispiele zeigen die Anwendbarkeit des Chirps.