PC : Arten
  


Bislang wurden in der Hörgeräte die PCs die Dioden PC (PC-D), die Widerstands PC (PC-R) und die Transistoren PC (PC-T) unterschieden. Diese Unterteilung war in der analogen Welt verständlich, bei den digitalen Geräten ist diese Einteilung nicht mehr zweckmäßig.

Zunächst aber die Widerstands PC (PC-R)

Dies ist die Schaltung. Hierzu gibt es diverse Varianten, die aber nicht erklärt werden sollen, da sie heute uninteressant sind.

Das grundsätzliche Prinzip ist es, dass in den Hörerkreis ein stellbarer Widerstand gelegt wird. Dieser Widerstand begrenzt den Strom und damit die mögliche zu übertragende Leistung. In dieser Schaltung wurde der PC-Widerstand als Stromgegenkopplungswiderstand in den Emitterkreis gelegt. Bei einer Erhöhung des Widerstandes wird der Strom des Hörers begrenzt, aber die Gegenkopplung steigt, somit verringert sich die Verstärkung der Endstufe. Daher wurde ein Kondensator Ce eingebaut der den Verstärkungsverlust des Wechselsignals verringert.

Der Arbeitspunkt der Stufe wird durch die Spannungsgegenkopplung (grüner Widerstand) eingestellt.

Demzufoge ist die Kurvenschar beim Einstellen des PC Widerstandes dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur der Sättigungsschalldruck, sondern auch die Verstärkung vermindert wird. Listige Hersteller haben diese PC dann auch als kombinierte PC-GC vermarktet.

Die Wirkung der Verringerung des Sättigungsschalldruckes steht in keinem kausalen Zusammenhang mit der Verringerung der Verstärkung.

Dieser Verstärkungsverlust wird häufig als Nachteil der PC-R dargestellt. Doch es muss auch gesehen werden, dass niedrige Ausgangsschalldrücke meist niedrige Verstärkungen verlangen. Nachteilig ist nur, dass die Verringerung des Sättigungsschalldruckes eine undefinierte Verringerung der Verstärkung bewirkte. Nur mit der Messbox konnte dieser Vorgang zielgerichtet kontrolliert werden.

 

Dieses Diagramm soll ein Vorurteil gegenüber der PC-R aus dem Weg räumen. Es wird immer wieder behauptet, dass die PC-R ausschließlich unsymmetrische Verzerrungen produziert und somit ein größeres Verzerrungsspektrum produziert. Dieses Vorurteil ist nicht haltbar. Wenn durch den PC Widerstand gleichzeitig der Arbeitspunkt abgesenkt wird ( Verhältnis Strom- zum Spannungskopplungswiderstand (roter und grüner Widerstand in der obigen Schaltung)), dann erhalten wir wieder eine symmetrische Begrenzung.

Eine gut konstruierte PC-R hat daher die gleichen Signalqualitätseigenschaften wie die Dioden PC.

Der Vorteil der PC-R ist es, dass hohe Stelltiefen (-20 bis -40dB sind nur eine Frage der Größe des PC Widerstandes) erreicht werden können und der schaltungstechnische Aufwand gering ist.

Ein weiterer Vorteil ist es, dass mit der Verminderung des Sättigungspegels auch der Hörerstrom geringer wird und damit der Stromverbrauch des gesamten Gerätes deutlich sinkt (der Hörerstrom ist immer der größte Strom im Hörgerät).

Nachteil dieser PC-R ist der unkontrollierbare Verstärkungsverlust. Die Einstellung gelingt nur in der Messbox. Bei einem Absenken des Lamax muss immer der Verstärkungsverlust kontrolliert werden.