Übertragung einer akustischen Information
               


Die Information des Sprechers, also des Schallsenders, wird zunächst akustisch kodiert. Die Kodierung erfolgt spektral, transient und gradiell.

 

Die Sprache wird grundsätzlich immer durch ein mehr oder minder großes Störsignal überlagert.

Auch das Storsignal ist durch spektrale, transiente und gradielle Parameter gekennzeichnet. Entsprechend dieser Parameter kann man die Störsituation klassifizieren. Daher spricht man bei unterschiedlichen Störsignalen auch von der Hörsituation. Entsprechend der Größe der spektralen, transienten und gradiellen Parameter kann das Störsignal vom Hörgerät erkannt und gemindert werden. Gerade bei komplexen digitalen Hörgeräten funktionieren die Störschallunterdrückungsstrategien schon ganz gut.

Entsprechend der spektralen, transienten und gradiellen Kodierung muß eine entsprechende Dekodierung beim Empfänger stattfinden. Spektrale Transformationen erfolgen durch die etymotische Veränderung des Signals von der Nasenspitze zum Trommelfell. Die Erkennung gradieller Parameter erfolgt durch stereofone Aufnahme der Signale. Transiente Eigenschaften werden durch die Interaurale Signalverarbeitung ausgewertet.

 

 

Die Sprache hat einen komplexen Aufbau. Der größte Energieanteil liegt im Bereich A. Nahezu 80% der Energie liegt in diesem Bereich, jedoch trägt dieser Bereich nur zu 5% zur Sprachverständlichkeit bei. Aufgrund seines hohen Energieanteils ist dieser Bereich entscheiden für die Empfindung der Lautheit der Sprache. Die Lautstärke wird nach dem Pegel der spektralen Anteile dieses Bereichs beurteilt.

Der wichtigste spektrale Bereich ist der Bereich B. Die in diesem Bereich liegenden Beiträge zur Sprachverständlichkeit betragen 95%, der Energieanteil beträgt jedoch nur 20%. Der Bereich B bestimmt daher die Verständlichkeit der Sprache.

Die Energieanteile und Beiträge zur Sprachverständlichkeit des Bereiches C sind vernachlässigbar. Trotzdem ist dieser Bereich wichtig, den das Verhältbis A/C bestimmt wesentlich den Klang der Sprache.

 

Dies ist die "Sprachbanane" nach Fant. Sie zeigt das die Grundtöne der Sprache im Bereich von 100 - 300Hz liegen. Diese Grundtöne identifizieren den Sprecher. Weibliche und männliche Sprecher liegen ca. eine Oktave auseinander. Die spektrale Zusammensetzung der Grundtöne ist typisch für jeden Sprecher. Die Konsonatnen sind entscheidend für die Sprachverständlichkeit. Da sie in der Sprache ein Vielfaches der Vokale ausmachen, bestimmen sie die Redundanz. Die wichtigsten Konsonanten liegen im Bereich des 3. und 4. Formanten.

 

Die Sprachverständlichkeit als Funktion der Frequenz kann durch den Artikulations- Index beschrieben werden. Dieser AI beschreibt die Beiträge bestimmter Frequenzbänder zur Sprachverständlichkeit.