Erkennung akustischer Signale bei normalem Gehör
               


Diese Abbildung verdeutlicht im spektralen Bereich den Hörvorgang:

 

Dieses Diagramm ist in der relativen Darstellung gezeichnet, also der Darstellungsform für Audiogramme. Steigende Pegel sind hier abwärts aufgetragen. Die 0dB Linie stellt somit die Hörschwelle dar.

Der gelbe Bereich ist die "Sprachbanane", also der Frequenzbereich der Sprache und die dazugehörigen Pegel. In diese Sprachbanane ist der Artikulationsindex, also die Beiträge zur Sprachverständlichkeit eingetragen. Dieser Frequenzbereich ist also der Wichtigste für die Spracherkennung.

Der rote Bereich stellt die typischen Störgeräusche dar. Im tieffrequenten Bereich nehmen diese Störgeräusche im Pegel aufgrund der Ausbreitungsbedingungen zu. Wichtig ist es, dass diese Störgeräusche mit zunehmendem Pegel als lästig und störend empfunden werden, während tieffrequenter Störschall beruhigend empfunden wird. Daher müssen Gerüsche mit einer Warnfunktion auch immer im Bereich von 2-4kHz liegen. Diese Störgeräusche nimmt der Normalhörende in bestimmten Grenzen garnicht wahr, sie werden interaural ausgeblendet.

Der blau-rote Bereich stellt die Unbehaglichkeitsgrenze dar. Töne die diesen Bereich überschreiten werden als unangenhm bis schmerzhaft empfunden.

Der gesamte hörbare Bereich des Normalhörenden umfasst also dem Bereich von der 0dB Linie bis zur Unbehaglichkeitsgrenze. Dieser Bereich wird auch als "Hörfeld" bezeichnet.
Laut DIN IEC 50-801 heißt dieser Bereich "Hörfläche".