DIN EN 60 118-7:2005
Anwendungsbereich
Der Anwendungsbereich ist die Messung der Übertragungseigenschaften von Hörgeräten zum Zwecke der Qualitätssicherung in der Herstellung, Versorgung und Lieferung.
Diese Norm dient ausschließlich der Qualitätssicherung. Es sollen bestimmte, in dieser Norm beschriebenen, akustischen Übertragungseigenschaften von der Fertigung bis zum Ende der Tragedauer des Hörgerätes kontrolliert werden. Diese Norm dient daher nicht nur dem Hersteller von Hörgeräten, sondern auch dem Akustiker der nach dieser Norm den Zustand der Hörgeräte der Hörgeschädigten beurteilen kann.
Es wird in der Norm eindeutig darauf hingewiesen, dass die Anpassung nicht Gegenstand dieser Norm ist :
"Diese Norm geht nicht auf mechanische oder Umweltprüfungen ein. Si sollte nicht als Grundlage für den Austausch von Informationen über Hörgeräte-Eigenschaften im Allgemeinen benutzt werden, ebenso wie es nicht beabsichtigt ist, sie für die Vorhersage des I-Situ-Verhaltens von Hörgeräten anzuwenden"
Das Ziel der Norm ist es ausschließlich die Qualitätssicherung bei
der Herstellung
der Lieferung
des Servicevon Hörgeräten durchzuführen.
Aus diesem Grunde sind die Messverfahren einfach und unkompliziert. Es steht die Praxis der Qualitätssicherung im Vordergrund. Einfache, aber sichere und genaue Messungen, werden in dieser Norm festgelegt. Da keinerlei audiologischen Aspekte von dieser Norm berührt sind, kann der Sinuston als Messsignal dienen. Da er nur über zwei Parameter, die Amplitude und die Frequenz, definiert ist, lassen sich mit ihm die genauesten und einfachsten Messungen durchführen. Der 2ccm Kuppler ist zwar audiologisch ungenügend, aber er ist extrem genau und stabil und dabei noch preiswert. Die Messungen werden nur in linearen Einstellungen durchgeführt, den beiden Testmodi FOG und RTG, damit ist sichergestellt, dass adaptive Parameter des Hörgerätes keinen Einfluss auf die Messergebnisse haben. Da es heute praktisch nur noch digitale Hörgeräte gibt, bei denen die Signalverarbeitung durch einen DSP erfolgt und somit nur durch Programme gesteuert werden, müssen Hörgeräte in allen Eigenschaften korrekt arbeiten, wenn sie im linearen Testmodus einwandfrei funktionieren.
Bei dieser Norm wurde auf Einfachheit und hohe Messgenauigkeit und Messicherheit geachtet. Es gibt keine Ausnahmereglungen mehr. Daher ist diese Norm für die tägliche Qualitätssicherung ein beträchtlicher Fortschritt.Die Messunsicherheiten werden nach dem GUM-System (Guide to the expression of uncertainty in measurement) bestimmt. Damit steht eine international rechtsrelevante Norm für die Qualitätskontrolle von Hörgeräten zur Verfügung.
Diese Norm dient nur der Qualitätssicherung
Diese Norm ist einfach und ohne Ausnahmereglungen
Messgenauigkeit und Messicherheit sind hoch